Handlungsempfehlungen

testbildAus den Analysen der privatwirtschaftlichen und der gesamtwirtschaftlichen Wirkungen lassen sich folgende zentralen Schlussfolgerungen für die Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit der fünf ausgewählten Maßnahmen ableiten:

  1. Umweltwirkungen fallen im Vergleich der Maßnahmen sehr unterschiedlich aus.
  2. Maßnahmen im Fernverkehr erzielen den größten Beitrag zur Emissionsreduktion.
  3. Der ÖPNV birgt erhebliche Effizienzpotenziale.
  4. Klimaemissionen stellen den größten Teil der Umweltkosten dar.
  5. Die Nutzen einzelner Maßnahmen auf volkswirtschaftlicher Ebene lassen sich nicht isoliert betrachten.
  6. Nutzerreaktionen prägen das Gesamtergebnis verkehrspolitischer Maßnahmen.

    Neben den Nutzen aktiver Mobilität für die Umwelt verursachen Mobilitätsstile mit geringer Pkw-Nutzung weitere Effekte für den Einzelnen und dessen Umfeld. Diese können wie folgt charakterisiert werden:

  7. Umweltschonende Mobilitätsstile bringen enorme Zusatznutzen für den Verkehrsteilnehmer mit sich
  8. Aktive Mobilität fördert die Gesundheit und reduziert das Risiko chronischer Erkrankungen.
  9. Aktive Mobilität ist finanziell attraktiv.
  10. Die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern in Städten bedarf einer höheren Aufmerksamkeit.
  11. Die Geschwindigkeit aktiver Mobilitätsformen sowie des öffentlichen Verkehrs ist ein kritischer Faktor. 
  12. Der große Einfluss der Zeitkosten hinterfragt angesichts der gesellschaftlichen Debatte um Entschleunigung und Lebensqualität die aktuellen Bewertungsmethoden der Verkehrspolitik.
  13. Investitionen zur Förderung aktiver Mobilität kreieren breiten gesellschaftlichen Nutzen.

    Der Umstieg vom Pkw auf alternative Mobilitätsformen kann dämpfende Auswirkungen auf die Automobilindustrie haben. Inwieweit die Effekte auch gesamtwirtschaftlich negativ wirken oder durch Investitionen in Verkehrsinfrastrukturen und deren Betrieb ausgeglichen werden, stellt sich in der Studie wie folgt dar:

  14. Die Investitionshöhen der untersuchten Maßnahmen unterscheiden sich grundlegend. Es ist denkbar, dass sich mehr regional orientierte Mobilitätsmuster durch günstigere Maßnahmen erreichen oder unterstützen lassen. 
  15. Der Umbau der Verkehrssysteme muss den Staatshaushalt nicht zwangsläufig belasten. 
  16. Investitionen und organisatorische Änderungen des Transportsektors unterstützen sich gegenseitig. 
  17. Die Beschäftigung entwickelt sich in fast allen Maßnahmen positiv.
  18. Die gesamtwirtschaftliche Produktivität bleibt nahezu konstant. 
  19. Das Bruttoinlandsprodukt entwickelt sich positiv.

    Abschließend kann ein positives Fazit für die wirtschaftliche Realisierbarkeit und die Akzeptanz verhaltensändernder Maßnahmen für ein ökologischeres Verkehrssystem gezogen werden.

  20. Sinnvolle Maßnahmenpakete können die Effektivität und Effizienz der Verkehrspolitik deutlich steigern. In einem umfassenden Ansatz haben umweltschonende Mobilitätsformen (moderner ÖPNV und Rad- und Fußgängerverkehr) a priori höhere Potenziale.




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